Ein fantastischer Start in eine neue Raidwoche!
Die vielen Mühen und Anstrengungen haben sich gelohnt. Auch wenn einige von uns heute noch gelegentlich aus dem Schlaf schrecken und schreien "ICH KICK DEN NÄCHSTEN!", so sind es die wunden Finger und bleibenden mentalen Schäden doch allemal wert gewesen.
Am Mittwoch Abend trafen wir uns, frisch gestärkt und zum Glück wieder nüchtern. Die Beschützer der Terrasse warteten schweigend und musterten die mutmaßlichen Eindringlinge. Sie waren bereit, bis zum äußersten zu gehen, um uns den Eintritt in das korrumpierte Heiligtum zu verwehren. Dieser Kampf forderte, mehr als je zuvor, dass ausnahmslos jeder Spieler zu jedem Zeitpunkt weiß, was er zu tun hat und dass alle miteinander kommunizieren. Wer hätte schließlich gedacht, dass Wasser auch so viele Schmerzen und blaue Flecken verursachen kann? Doch Asani fand seine Bestimmung stark erschwert, denn er war nicht darauf vorbereitet, dass unsere tapferen Kämpfer wussten, wie man ihn an seiner Zauberwirkung hindert. So wurde er zur geringsten Bedrohung der Runde. Stattdessen stellte sich Kaolan als großes Übel heraus, seine schwarze Magie musste als erstes aus der Welt verbannt werden. Schnell wurde jedoch klar, dass auch der Sha unsere Anwesenheit bemerkt hatte und nicht untätig blieb. Er befahl seinen verdorbenen Dienern, die drei Wächter mit seiner Energie zu stärken. Doch fanden wir genau hier einen Funken Hoffnung, denn wir beanspruchten diese Macht für uns selbst, um die Beschützer in die Knie zu zwingen. Kaolan war dieser Wendung der Ereignisse nicht gewachsen. Regail und Asani hingegen begannen furienartig Wasser auf uns herabregen zu lassen, um uns dann mit Blitzen zu grillen. Doch all ihre neuen Fähigkeiten gepaart mit ihrer blinden Wut boten uns stets neue Chancen, die wir nutzen konnten. Regail versuchte mit letzter Kraft uns in seinem Gewittersturm einzufangen, aber als auch dieser Versuch scheiterte, war sein Geist gebrochen. Er schenkte Asani in völliger Verzweiflung seine verbliebene Macht und fiel zu Boden. Ein Wettrennen gegen die Zeit begann: Asanis Macht schien grenzenlos, doch er war verwundbar. Die Diener des Shas kamen immer schneller. Die Energie des Shas durchströmte und stärkte jeden von uns und drohte unseren Verstand jeden Moment zu überwältigen. War das von Anfang an die Absicht des Shas gewesen? Wir mussten einen kühlen Kopf bewahren und uns auf Asanis beinahe unbezwingbare Mächte des Wassers konzentrieren. Ein nicht verhinderter Zauber bedeutete den Tod eines Mitstreiters. Asanis wachsende Korruption ging Stück für Stück auf uns über, das Luftholen wurde schwerer, die Stirn glühte, die Wunden brannten. In einem letzten Akt des Mutes schöpften wir Kraft aus unserem kochenden Blut und richteten unseren Zorn auf den verbliebenen Wächter. Einer nach dem anderen verlor das Bewusstsein, doch wir gaben die Hoffnung nicht auf. Keuchend fiel Asani in die Knie. Die Wunde in seinem Bauch war zu groß. Er blickte angestrengt in die verbliebenen Gesichter. Entsetzt sah er unseren festen Entschluss; wir würden nicht zurückzuweichen. Er flehte "Der Sha... muss aufgehalten werden!" und das Licht in seinen Augen erlosch.
Einer der anstrengendsten Encounter, bei dem Koordination, Absprache und völlige Konzentration gefordert wird. Es gibt keine Erholungspausen. Jeder Fehler fordert ein Opfer. Die Freudenschreie und Jubelrufe nach diesem Erfolg machten jedoch alles wieder wett!
"Tsulong, du wirst der Nächste sein!" kam uns in den Sinn, als der Drache sich vor uns in den Weg stellte. Doch etwas anderes stach da noch im Hinterkopf. Eine fast vergessene Bitte der Klaxxi. Die Großkaiserin Shek'zeer war noch immer an der Spitze der Terrorherrschaft über die Klaxxi. Tsulong musste warten.
So machten wir uns am Donnerstag auf, Shek'zeer von ihrem Thron zu stürzen. Ihre Fähigkeiten konnte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Um hier auch nur den Hauch einer Überlebenschance zu haben, waren wir darauf angewiesen die Kraft all unserer Heiler zu vereinen. Ansonsten würden ihre furchterregenden Schreie den Tod desjenigen bedeuten, der sie hören muss. Und wieder zog der Sha die Fäden im Hintergrund. Asani hatte recht, die Welt muss vom Sha befreit werden!
Typisch für einen schwachen Herrscher entschloss sich Shek'zeer hinter ihren Dienern zu verstecken und zwang diese dazu, für sie den Kampf auszutragen. Uns mit Bernsteinresten von Un'sok zu bewerfen stellte sich als Fehler der Diener heraus, denn dies gab uns die Möglichkeit eine Falle zu bauen, in der die Kreaturen ihrem Schicksal erliegen würden. Endlich war es so weit: Die Großkaiserin musste aus ihrem Versteck hevorkommen und sich uns Stellen. In unseren Herzen lag keine Furcht. "Wir sind so weit gekommen, wir geben jetzt nicht auf!" ist der Gedanke, der uns verbindet. All ihre Anstrengungen waren vergebens. Geblendet vom Sha konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen und so war sie uns unterlegen. Der Geschmack des Triumphes währt jedoch nur kurz, denn der Sha erinnert uns daran, dass er das eigentliche Übel hinter allem ist und verschwindet wieder an seinen Platz in der Terrasse.
Shek'zeer ist nicht so fordernd gewesen für jeden Spieler wie die Protectors, doch bestand jederzeit ein Risiko, dass es einen zufällig aus den Latschen haut. Mit vier Heilern und einem sehr langen Enrage-Timer reduziert sich der Kampf jedoch auf ein sauberes, sicheres runterspielen der Phasen und war daher schnell geschafft!
Da waren es nur noch zwei Hardmodes bis zum Content clear.
Tsulong, du hast dich uns in den Weg zum Sha gestellt. Mach dich auf etwas gefasst, denn du wirst der Nächste sein!
Auf ein weiteres erfolgreiches Raiden!